SAGA kauft Flüchtlingsunterkunft - Durchbruch am Mittleren Landweg!?

Am vergangenen Donnerstag (14.02.) wurde bekannt, dass die SAGA die Flüchtlingsunterkunft „Am Mittleren Landweg“ (MiLa) am Gleisdreieck in Bergedorf von dem privaten Investor Fewa gekauft hat. Diese Entscheidung wurde der Bürgerinitiative am MiLa, dem Dachverband der Bürgerinitiativen (IfI) sowie den Initiatoren des Volksinitiative (HGI) heute vorgestellt. Die Kernbotschaft dabei ist: Die Stadt will die Bürgerverträge umsetzen und die SAGA verspricht, unmittelbar eine gute Durchmischung einzuleiten. 

Wir teilen die Sorgen, ob eine gute Durchmischung tatsächlich erreicht werden kann. Auch dazu wird es noch weiterer, großer Anstrengungen bedürfen. Der Mittlere Landweg ist die größte Flüchtlingsunterkunft in Deutschland und eine große Hypothek, die uns Olaf Scholz hinterlassen hat.

Trotz aller möglicher Zweifel und aller denkbaren Kritik halten wir den Kauf der Flüchtlingsunterkunft durch die SAGA für konsequent und richtig.

Für uns sind die Kernfragen: Was ist die Integration wert? Was ist die politische Kultur des Zusammenwirkens von Bürgern und Politik wert?

Vor diesem Hintergrund: Chapeau! Wir interpretieren diesen Schritt der Stadt als Zeichen der Entschlossenheit, den wir nicht übersehen wollen!

André Humbert („Integration Ja! Ghetto Nein!“)

 „Die Umsetzung der Durchmischung am Mittleren Landweg ist schon jetzt bereits 1 Jahr in Verzug. Daher war es notwendig, dass die Stadt die Notbremse gezogen hat und endlich damit beginnen will den Bürgervertrag, den ja immerhin auch der ehem. Erste Bürgermeister Olaf Scholz unterschrieben hat, umzusetzen. Wir erwarten, dass dies nun zügig geschieht und Herr Krebs eine gute Durchmischung in definierten Zeitabschnitten realisiert, die das Quartier nachhaltig attraktiv macht und für uns vor Ort ein Gewinn ist.“

Klaus Schomacker, Sprecher des Dachverbandes IFI:

 „Der Mittlere Landweg ist die größte Hypothek in der politischen Glaubwürdigkeit der Umsetzung der Bürgerverträge. ‚Wir setzen die Bürgerverträge um!‘, dieses ständige Beteuern der Stadt hat, trotz immer noch vieler roter Ampelpunkte bei den einzelnen Bürgerverträgen, am letzten Donnerstag eine neue Qualität der Glaubwürdigkeit bekommen.“  

Harald Lübkert (HGI):

„Die Übernahme des MiLa durch die SAGA ist ein unübersehbares Zeichen des A-Teams: ‚Ihr könnt Euch darauf verlassen, dass wir unsere Verträge einhalten!‘ Das ist gut für die politische Kultur in Hamburg und gut für die Integration. Ich hoffe, dass diese Kultur langfristig auch die Verwaltungen und Bezirke durchdringen wird!“

 

Ansprechpartner für die Presse:

Klaus Schomacker

Tel.: 01578 / 3 28 55 55

 

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2019-02-21 SAGA-Kauf der ÖRU am Mittler
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